Fast Food in den Niederlanden: wie Fast-Food-Liebhaber das Wettbewerbsbild verändern
Fast Food nimmt einen festen Platz im täglichen Konsumverhalten in den Niederlanden ein.
Zwischen 2024 und 2025 verteilten sich Millionen von Besuchen auf internationale Fast-Food-Ketten sowie auf eine breite Landschaft lokal verankerter Konzepte.
Mithilfe der KI-gestützten Marktforschung von Accurat haben wir die Fast-Food-Besuche in den Niederlanden kurz nach dem Ende dieses Zeitraums analysiert. Die Analyse betrachtet sowohl alle Fast-Food-Konsumenten als auch ein gezielt aufgebautes Segment von Fast-Food-Liebhabern, definiert als Konsumenten, die mindestens einmal pro Monat ein Fast-Food-Restaurant besuchen.
Lokale Imbisse wurden zu einer einzigen Store Group zusammengefasst, gemeinsam mit niederländischen Ketten wie Foodmaster, Kwalitaria, ’t Bakhuus, Febo und Bram Ladage. Dadurch wird ein struktureller Vergleich lokaler Anbieter mit internationalen Ketten wie McDonald’s, Domino’s Pizza, Subway, KFC und Burger King möglich.
Lokale Akteure versus internationale Ketten: ein stabiles Gleichgewicht
Auf Gruppenebene zeigt der niederländische Fast-Food-Markt nur geringe strukturelle Veränderungen.
Internationale Fast-Food-Ketten stehen für rund 90 % aller Fast-Food-Besuche, während lokale Akteure etwa 10 % ausmachen. Dieses Verhältnis bleibt zwischen 2024 und 2025 weitgehend unverändert.
Auch bei der Betrachtung der Entwicklung über die Zeit bleibt das Bild stabil: keine der beiden Gruppen zeigt einen klaren Auf- oder Abwärtstrend.
Dies bestätigt, dass die Wettbewerbsdynamik in den Niederlanden nicht durch Verschiebungen zwischen Gruppen, sondern durch Entwicklungen auf Markenebene geprägt ist.
In den Niederlanden geht es im Fast-Food-Wettbewerb nicht darum, dass lokale Anbieter gegenüber internationalen Ketten Marktanteile gewinnen oder verlieren. Die wirklichen Unterschiede werden sichtbar, wenn man die Leistung einzelner Marken innerhalb einer sehr stabilen Marktstruktur betrachtet.
Auf Markenebene wird sichtbar, wo Wettbewerb stattfindet
Beim Blick auf einzelne Marken treten deutlichere Unterschiede zutage.
McDonald’s ist weiterhin mit Abstand die größte Fast-Food-Marke in den Niederlanden und steht für rund ein Drittel aller Fast-Food-Besuche. Der Besuchsanteil bleibt über die Zeit hinweg weitgehend stabil, was McDonald’s zu einem strukturellen Anker des Marktes macht.
Domino’s Pizza und Subway nehmen ebenfalls eine starke Position im Gesamtmarkt ein und zählen zu den führenden internationalen Ketten.
Werden lokale Imbisse als eine Gruppe betrachtet, erreichen sie einen Besuchsanteil, der mit dem mehrerer internationaler Ketten auf Einzelmarkenebene vergleichbar ist. Ihr Anteil schwankt leicht zwischen den Perioden, jedoch ohne klare Richtung.
Niederländische Ketten wie Kwalitaria, Foodmaster, ’t Bakhuus, Febo und Bram Ladage bleiben einzeln betrachtet kleiner, tragen aber gemeinsam zur lokalen Verankerung und Vielfalt des Fast-Food-Marktes bei.
Fast-Food-Liebhaber zeigen ein anderes Markenmuster
Bei einer Fokussierung ausschließlich auf Fast-Food-Liebhaber ergibt sich ein anderes Bild.
In diesem stark engagierten Segment erzielen pizzaorientierte Marken wie Domino’s Pizza und New York Pizza einen deutlich höheren Besuchsanteil als im Gesamtmarkt, was ihre starke Position bei regelmäßigen Konsumenten unterstreicht.
McDonald’s weist hingegen innerhalb des Segments der Fast-Food-Liebhaber einen etwas geringeren Anteil auf als im Gesamtmarkt, was bestätigt, dass die Stärke der Marke vor allem in ihrer breiten Reichweite liegt und weniger in einer Überrepräsentation bei den häufigsten Besuchern.
Lokale Imbisse und niederländische Ketten sind auch in diesem Segment präsent, ihr Anteil liegt jedoch etwas unter dem Niveau des Gesamtmarktes, was darauf hindeutet, dass ihre Relevanz stärker bei weniger häufigen Konsummomenten liegt.
Dies zeigt deutlich, dass die Wahl des betrachteten Kundensegments einen wesentlichen Einfluss auf die Interpretation der Markenleistung hat.
Besuchsfrequenz 2025: deutliche Unterschiede zwischen Marken
Ein Blick auf die Besuchsfrequenz im Jahr 2025 zeigt klare Unterschiede zwischen den Marken.
McDonald’s und Domino’s Pizza gehören zu den Marken mit der höchsten durchschnittlichen Besuchsfrequenz pro Besucher, was auf einen starken Wiederholungscharakter hinweist.
Lokale Imbisse, auf Ebene einzelner Standorte analysiert, liegen im Mittelfeld, mit regelmäßigen, aber weniger konzentrierten Wiederholungsbesuchen.
Die meisten niederländischen Ketten weisen niedrigere durchschnittliche Besuchsfrequenzen auf, was eher auf eine gelegentliche Nutzung hindeutet.
Dies unterstreicht, dass Besuchsanteil und Besuchsfrequenz zwei unterschiedliche Dimensionen der Markenperformance darstellen.
Was das über den Fast-Food-Markt in den Niederlanden aussagt
Drei zentrale Erkenntnisse stechen hervor:
- Der niederländische Fast-Food-Markt ist auf Gruppenebene strukturell stabil
- Wettbewerbsdynamiken lassen sich vor allem auf Markenebene erklären
- Fast-Food-Liebhaber bilden ein eigenständiges Segment mit eigener Markenhierarchie
Durch die Bündelung tausender lokaler Imbisse in einer einzigen Store Group und die Analyse eines gezielt aufgebauten Segments von Fast-Food-Liebhabern zeigt diese Studie, wie KI-gestützte Verhaltensanalysen Wettbewerbsdynamiken sichtbar machen, die reine Markenrankings nicht erfassen können.